Dialyse:
Was ist Dialyse?
Durch die Dialysebehandlung wird versucht, wie die Begriffe Nierenersatztherapie oder künstliche Niere aussagen, die verlorengegangene Funktion der körpereigenen Nieren soweit wie möglich zu ersetzen.
D.h. die Stoffe, welche bei einem Gesunden durch die Nieren mit dem Urin ausgeschieden werden (Stoffwechselprodukte, Medikamente, Bestandteile von Nahrungsmitteln usw.), werden bei Patienten ohne oder mit eingeschränkter Nierenfunktion durch Einsatz von künstlichen "Filtern" entfernt.
Darüber hinaus findet während der Dialyse eine Entwässerung statt, da auch dies i.d.R. bei Nierenkranken auf natürlichem Wege (Urinieren) nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr erfolgt.
Hierbei gibt es verschiedene Dialysearten.
Die verschiedenen Dialysearten
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten der Dialysebehandlung.
Bei der Hämodialyse wird das Blut des Patienten außerhalb des Körpers in dem sog. Dialysator "gereinigt" und es wird ihm überschüssiges Wasser entzogen, bevor es wieder dem Blutkreislauf zugeführt wird (Details siehe Physikalisch-chemische Grundlagen der Hämodialyse).
Seit 1976 gibt es als Alternative zur Hämodialyse die Peritoneal- oder Bauchfelldialyse. Man spricht auch von der CAPD (continious ambulatory peritoneal dialysis), was soviel bedeutet wie: kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse.
Hierbei finden die Austauschvorgänge zur Entgiftung und Entwässerung anstatt außerhalb des Körpers am Bauchfell (Peritoneum) statt.
Von kontinuierlich spricht man, weil bei dieser Behandlungsform über einen Katheter mehrmals täglich eine Dialysatflüssigkeit in die Bauchhöhle gegeben wird, die dort mehrere Stunden verbleibt, also kontinuierlich eine Dialyse stattfindet.
Ambulant ist dieses Verfahren, weil der Patient nach einer kurzen Anlernphase die Behandlung selbstständig zu Hause durchführt.
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