Medikament Suche :
Als Wort
Als Satz
Und
Oder
 
Anzahl:
» Startseite
» Apotheke
» Krankheiten
» Homäopathie
» Rezepte
» News

 

Lymphödem:

Was ist ein Lymphödem?

DAS LYMPHÖDEM

Der Abfluss der Lymphe durch die Lymphgefäße kann mehr oder weniger vermindert sein: es kommt zu einem Rückstau der Lymphe in Arm, Bein oder auch Körperstamm.

Andererseits kann der Zustrom an Lymphflüssigkeit die Transportkapazität der Lymphgefäße übersteigen. Die Schwellung, die durch eine Verminderung des Lymphabflusses bedingt ist, bezeichnen wir als Lymphödem.
Die Bestandteile der Lymphe:
Wasser (2-4 Liter/Tag), Eiweiß, Reste abgestorbener Zellen, Fremdkörper (Staub,...), Bakterien, Viren, Fettsäuren (aus dem Darm).

Die Stadien des Lymphödems

Das Latenzstadium
Anfänglich kann ein Lymphödem kaum bemerkbar sein. Es kommt zu einer sehr geringen, unmerklich fortschreitenden Schwellung , an die sich die Patienten unter Umständen gewöhnen und sie so nicht bemerken. Schmerzen bestehen keine.

Stadium I
Erst im weiteren Verlauf wird die Schwellung deutlich bemerkbar, sie ist weich und mit dem Daumen eindrückbar., Den Patienten fällt eine Zunahme der Hautdicke und des Volumens , die den betroffenen Körperteil auftreibt, auf.
Stadium II
Später tritt eine Verhärtung der Haut durch bindegewebige Durchwachsung. Die Haut ist nicht mehr weich eindrückbar. Die prall gespannte Haut wird oft als taub empfunden, eine stärkere Spannung kann zu Schmerzen führen.
Stadium III
Zuletzt kann die betroffene Gliedmaße unförmig verunstaltet werden, wobei es zu zusätzlicher Fettgewebswucherung kommt: die Elephantiasis.

Eine Bewegungseinschränkung kann durch die zunehmende Schwere des betroffenen Armes oder Beines bzw. des gesamten Körpers, aber auch durch eine verminderte Abbiegbarkeit der Gelenke eintreten.

Die Behandlung des Lymphödems
ist umso weniger aufwendig, je früher sie einsetzt und je exakter sie an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst wird. Für die Güte der Behandlung ist die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Therapeuten und Patienten maßgeblich. Eine wichtige Rolle spielt letztlich die Mitwirkung der Krankenkassen bei der Bezahlung der Behandlungen. Oft ist anfänglich eine stationäre Behandlung über mehrere Wochen zweckmäßig und erforderlich. Die langfristige Behandlung erfolgt ambulant, unter Umständen durch neuerliche stationäre Behandlungen intensiviert.

Die "Komplexe Physikalische Entstauungstherapie" = KPE

besteht in der Kombination von

  • Manueller Lymphdrainage
  • Kompression durch Bandagen und Gummikompressionsstrümpfen
    sowie

Bewegungstherapie mit abschwellenden Übungen, Physiotherapie zur Verbesserung der Beweglichkeit
Hautpflege medikamentöse Behandlung.

Die häufigste Ursache für Misserfolge bei der Behandlung des Lymphödems ist die Beschränkung auf einen der oben erwähnten Teilaspekte der Behandlung: sei es eine ausschließliche Lymphdrainage ohne Kompressionstherapie, sei es eine ausschließliche Kompressionstherapie ohne Lymphdrainage! Die Bewegungstherapie und die Hautpflege unterstützen die oben erwähnten Hauptpfeiler der Behandlung bzw. verhindern Verschlechterungen.

www.lymphoedem.co.at