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Morbus crohn:

Therapie des Morbus Crohn

Die Behandlung des Morbus Crohn hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Ziel der Behandlung ist die Linderung von Symptomen, die Verlängerung der Zeiten zwischen den Krankheitsschüben, die Vermeidung von Komplikationen und chirurgischen Eingriffen.

Medikamentöse Behandlung

  • Chirurgische Behandlung
  • Ernährung
  • Psychotherapeutische Behandlung
  • Prognose

Medikamentöse Behandlung

Bei geringen Beschwerden beschränkt sich die medikamentöse Therapie auf die Verabreichung von Tabletten mit einer geringen Dosis Kortison oder von Aminosalicylaten (entzündungshemmende Medikamente), je nachdem, welcher Anteil des Darmes betroffen ist. Medikamente gegen Durchfall (Antidiarrhoika) werden gegebenenfalls symptomatisch eingesetzt.

Kortison ist ein entzündungshemmendes Hormon; zur Anwendung bei milden und mäßigen Dickdarmbefall gibt es Präparate, die direkt in den Mastdarm eingeführt werden und dort ihre Wirkung lokal entfalten.

Bei akuten, schweren Krankheitsschüben wird Kortison in Tablettenform oder als Injektion eingesetzt, besonders, wenn der Dünndarm befallen ist. Bei Befall des Dickdarms wird die zusätzliche Therapie mit Aminosalicylsäure in Form von Tabletten, Zäpfchen oder über Einläufe in den Darm bevorzugt.

Unterstützend dazu - als "symptomatische Therapie" - werden eventuell noch Schmerzmittel, Mittel gegen Durchfall und - bei krampfartigen Schmerzen - so genannte Spasmolytika (krampflösende Mittel) verabreicht.

Diagnose des Morbus Crohn

Die Neuerkrankungsrate beim Morbus Crohn nimmt rapide zu. Vor allem betroffen sind junge Erwachsene zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Bei der Diagnosestellung ist der Morbus Crohn oft schwer von einer "Colitis ulcerosa" abzugrenzen.

Diagnose

Abgrenzung zur Colitis ulcerosa

Diagnose

Bei der Diagnose wird der Arzt erste Hinweise aus der Befragung des Patienten nach eventuellen Durchfällen, Bauchschmerzen und Gewichtsabnahme erhalten. Auch die Frage nach der Diagnose Morbus Crohn in der Familie ist wichtig.

Die körperliche Untersuchung des Patienten kann Fisteln und Abszesse im Unterleib und am Damm als Hinweise auf die Erkrankung aufdecken. Hinzu kommen Stuhlprobenuntersuchungen, Blutuntersuchungen und die Darmspiegelung (Koloskopie) einschließlich Gewebsentnahme.

Dennoch kann die Diagnose des Morbus Crohn anfangs schwierig sein, weil sich die Symptome schleichend entwickeln und die typische Kombination von Symptomen zunächst fehlt.

Deshalb kann es zu Beginn der Erkrankung, wenn noch nicht alle Symptome vorhanden sind, leicht zur Fehldiagnose einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) kommen, denn die Entzündungszeichen, die Schmerzen und der Tastbefund im rechten Unterbauch sind zunächst identisch.

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