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Multiple Sklerose:

Es gibt eine solide Erkenntnislage, dass MS eine Autoimmunerkrankung ist, was bedeutet, dass sie das Ergebnis von Angriffen des eigenen Immunsystems auf spezifisches Körpergewebe ist. Wenn zum Beispiel das Immunsystem das Collagen in den Gelenken angreift, nennt man die Krankheit rheumatische Arthritis. Es gibt beinahe 100 verschiedene Autoimmunkrankheiten, deren jede einzelne durch immunverursachte Schäden an bestimmten Geweben charakterisiert ist. MS ist charakterisiert durch eine chronische Entzündung und Gewebeschäden im zentralen Nervensystem (ZNS), verursacht durch Immunreaktionen (Van Oosten u. a., 1995) Weitere Details des Krankheitsgeschehens werden in einem späteren Abschnitt dargestellt.


Typen der Multiplen Sklerose

Ein mit der Betrachtung der MS-Pathogenese zusammenhängendes Gebiet ist das des äußeren Erscheinungsbildes der Krankheit. Die meisten Fälle von MS beginnen mit einem schubförmigen Auftreten, worunter zu verstehen ist, dass es kurze Perioden gibt in denen neue Symptome auftreten oder alte sich verschlimmern (der sog. Schub) und lange Pausen, in denen die Symptome sich etwas zurückbilden oder sich stabilisieren (Remissionen). Bei typischen Fällen scheint es im Durchschnitt einen Schub pro Jahr zu geben (Sibley, 1992). Bemerkenswerterweise wurde durch kernspintomographische Untersuchungen herausgefunden, dass Läsionen bildende Aktivitäten auch während Remissionen auftreten (Lai u. a., 1996). Damit scheint es in vielen Fällen so zu sein, als ob die Krankheit, bei zunehmendem und abnehmendem Charakter, im wesentlichen fortschreitend ist.

In vielen Fällen entwickelt sich die schubförmige MS zu einer sekundär progressiven (oder chronisch progressiven) MS, in der es keine klaren Schübe und Remissionen gibt, sondern nur eine schrittweise Verschlimmerung.

In manchen Fällen zeigt die MS sich nicht in schubförmiger Weise, sondern eine ziemlich rasche Verschlimmerung erfolgt von Anfang an. Dieser Typ der MS ist als primär progressive MS bekannt.

Unbehandelt kann die schubförmige MS einen höchst unterschiedlichen Verlauf im Bezug auf Behinderungen nehmen, obwohl ein Durchschnittswert der Verschlechterung von einem EDDS Grad (eine Skala für den geschätzten Behinderungszustand) alle sechs Jahre dokumentiert wurde (Swank & Dugan, 1987; Sibley, 1992).

Jede angenommene Ursache der MS müsste in der Lage sein, die verschiedenen Typen der MS und die beobachtete durchschnittliche Verschlimmerungsrate zu erklären

Behandlungsmethoden der Schulmedizin :

  • Glatiramer Acetat (Copaxone®)
  • Interferon Beta (Avonex®, Betaseron®/Betaferon® und Rebif®)
  • Interferon Beta 1a
  • Interferon Beta 1b
  • Vergleichsstudien zwischen verschiedenen Interferonpräparaten
  • Nebenwirkungen der Interferonbetabehandlung
  • Ungelöste Probleme im Zusammenhang mit Interferon Beta
  • Intravenöses Immunglobulin
  • Azathioprin
  • Cyclophosphamid
  • Cyclosporin-A
  • Methotrexat
  • Cladribin (2-Chlorodeoxyadenosin)
  • Mitoxantron
  • Sulfasalazin
  • Interferon Alpha
  • Corticosteroide


    www.mss.ev.de