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Osteoperose:

Der beste Schutz vor Osteoporose ist eine calciumreiche Ernährung im Kindesalter. Bis zum 30. Lebensjahr bauen sich die Knochen auf. Zu wenig Calcium in der Kindheit rächt sich im Alter: die Knochen werden porös und brechen leichter, die Wirbelsäule verformt sich und Schmerzen treten auf. Daher sollten Eltern auf eine knochenfreundliche Ernährung achten: Milch, Yoghurt und Käse sind die besten Calciumlieferanten. Wird Milch nicht vertragen, sollte das Calcium aus der Apotheke eingenommen werden. Auch Mineralwasser ist als Calciumquelle nicht zu verachten, allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Quellen. Auf jeder Flasche ist der Calciumgehalt angegeben. In manchen Nahrungsmitteln sind Phosphate enthalten, die das Calcium binden. Zum Beispiel Cola oder Schmelzkäse sollten Kinder daher nur in kleinen Mengen bekommen. Vitamin D ist für die Aufnahme des Calciums auf der Nahrung wichtig. Das Vitamin bildet sich in der Haut bei Sonnenlicht, für Kinder ist das Spielen im Freien wichtig. Auch Fisch enthält viel Vitamin D.

Viele Frauen sind nach der Menopause mehr oder weniger geplagt vom Krankheitsbild der Osteoporose - im Volksmund auch Knochenschwund genannt. Wichtigstes Symptom ist die Abnahme der Knochendichte. Neueste Studienergebnisse weisen nun darauf hin, dass Frauen die moderat Alkohol genießen, eine höhere Knochendichte - und damit ein geringeres Osteoporose-Risiko - aufweisen.

Amerikanische Forscher haben knapp 500 Frauen zwischen 65 und 77 Jahren untersucht. 148 Frauen gaben an, regelmäßig leicht bis moderat Alkohol zu konsumieren (ca. 5 - 20 g Alkohol/Tag entsprechend 0,05 - 0,2 Liter Wein). Beim Vergleich dieser Frauen mit Abstinenzlern in der gleichen Versuchsgruppe wurden bei den "Alkoholgenießerinnen" signifikant höhere Knochendichten gemessen, immerhin 4,5 bis 10,0 % (je nach Messort). Dieser positive Effekt des Alkohols auf den Knochenmetabolismus ist möglicherweise das Ergebnis bestimmter Hormonverschiebungen, wie z. B. ein Anstieg des knochenschützenden Östrogens.

Wissenschaftliche Quelle:

Rapuri PB, Gallagher JC, Balhorn KE, Ryschon KL, Alcohol intake and bone metabolism in elderly women, Am J Clin Nutr 2000; 72:1206-13

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, in deren Verlauf immer mehr Knochenmasse abgebaut wird. Deshalb wird die Krankheit auch als "Knochenschwund" bezeichnet. Durch den Abbau der Knochenmasse wird der Knochen instabil und bricht schließlich. Am häufigsten sind Oberschenkelhals- und Wirbelbrüche: In Deutschland werden jedes Jahr bei 130.000 Menschen Knochenbrüche behandelt, die auf Osteoporose zurückzuführen sind. Jeder dritte Patient mit Osteoporose-Knochenbrüchen ist aufgrund der Beschwerden nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen und deshalb auf fremde Hilfe angewiesen.

Osteoporose stellt die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter dar: Sieben Millionen überwiegend ältere Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose. Frauen sind häufiger betroffen als Männer: Ein Drittel aller Frauen im Alter über 60 Jahren lebt mit der Diagnose "Knochenschwund".

Weil die Krankheit bei bereits bestehenden Knochenbrüchen nur sehr schwer behandelt werden kann, ist es wichtig, durch Vorsorgeuntersuchungen das Osteoporose-Risiko rechtzeitig zu erkennen. So wird der Zerstörung der Knochenmasse in einem frühen Stadium entgegengewirkt und Knochenbrüche werden verhindert.

Eine erste Knochendichtemessung ist ab einem Alter von 45 Jahren empfehlenswert, bei einer langfristigen Behandlung mit Cortison, einer Schilddrüsenerkrankung, Rheuma oder anderen Risikofaktoren ist die Osteoporose-Messung auch früher ratsam.
Zur Feststellung des persönlichen Osteoporose-Risikos wird bei uns die so genannte "Quantitative Computertomographie" (Knochendichtemessung) eingesetzt. Die Computertomographie ist eine Computer-assistierte Röntgenuntersuchung und bedeutet "Darstellung in Schichten".

Beim Osteoporose-Check-Up bilden wir die Wirbelsäule in hauchdünnen Schichten ab, um kleinste Veränderungen der Knochenstruktur, die auf Osteoporose hinweisen, rechtzeitig zu erkennen. Anhand der Bilder, die von drei Wirbeln der Lendenwirbelsäule aufgenommen werden, lässt sich das Osteoporose-Risiko genau einschätzen.

Wir führen die Osteoporose-Messung (Knochendichtemessung) mit der Computertomographie durch. Nur mit dieser Methode ist eine Frühdiagnose der Osteoporose möglich, weil man die Feinstruktur des Knochens ausschließlich durch die Aufnahmen in dünnen Schichten beurteilen kann. Früher übliche Messungen an der Ferse oder am Handgelenk zum Beispiel verschleierten oftmals das wirkliche Ausmaß der Osteoporose-Erkrankung.
www.diagnoseklinik-muenchen.de