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Osteoperose:

Der häufigste maligne Adnextumor ist das Ovarialkarzinom. Er weist die höchste Letalität aller gynäkologischen Tumoren auf. Wird das Ovarial-Carcinom entdeckt, so handelt es sich in 70 % aller Fälle um ein fortgeschrittenes, bereits metastasiertes Tumorstadium. Histologisch wird bei 85 % aller Fälle ein epithelialer Ursprung nachgewiesen, dabei handelt es sich meist um seröse oder muzinöse Zystadenokarzinome. Ablauf der Metastasierung: durch peritoneale Implantate, hämatogen über A. ovarica. Muzinöse Carcinome verursachen oft Peritonealcarcinose (omental cakes).

Die Risikogruppen werden durch folgende Faktoren charakterisiert:

  • Niedrige Geburtenrate
  • Herabgesetzte Fertilität
  • Späte Schwangerschaft
  • Familienanamnese (gilt auch für Mamma- und Colon-Ca)
  • Stadieneinteilung der Ovarialkarzinome
  • I Tumor auf die Ovarien beschränkt
  • Ia ein Ovar kein Aszitis
  • Ib beide Ovarien kein Aszitis
  • Ic ein oder beide Ovarien, Aszitis mit Tumorzellen
  • II Ausbreitung bis ins kleine Becken
  • III peritoneale Metastasierung
  • IV Fernmetastasen

Malignomhinweise im MRT sind:

  • Größe über 5 cm
  • über 3 mm große Septen
  • irregulär verdickte Wandungen
  • Intrazystische Vegetationen
  • mit Größe des soliden Anteils höhere Wahrscheinlichkeit maligne

Mammographie
Vorsorge und Erkrankungsrisiko
Die allgemeine Vorsorge besteht in einer Gewichtsreduktion, sowie in Alkohol- und Tabakabstinenz. Die Einnahme von Östrogenen, z.B. zur Linderung von Beschwerden während der Wechseljahre, sollte nur unter strenger ärztlicher Kontrolle und möglichst zeitlich begrenzt erfolgen. Die Entdeckung, dass der Östrogenspiegel bei Frauen nach den Wechseljahren die Krebsentstehung fördern kann, führte zu Überlegungen diesen medikamentös zu senken. Das seit Jahren in der Tumortherapie eingesetzte Antiöstrogen Tamoxifen führte tatsächlich zur Senkung des Tumorrisikos. Allerdings ist die Behandlung mit Tamoxifen mit einer Reihe von Nebenwirkungen verbunden. Da jedoch trotz einiger Studien, vor allem in den USA, immer noch keine ausreichenden Erfahrungen über die Wirksamkeit bei jahrelanger Einnahme vorliegen, kann diese Methode noch nicht allgemein empfohlen werden.

Entscheidende Bedeutung kommt weiter der Selbstuntersuchung zu. Sie umfasst die Inspektion und Abtastung der Haut von Brust und Achselhöhle. Verhärtungen, Knoten, nicht heilende Wunden, Einziehungen der Haut, Anschwellung der Lymphknoten oder Sekretionen aus der Brustdüse sind bis zum Nachweis des Gegenteils immer tumorverdächtig und bedürfen der ärztlichen Untersuchung.

Abgesehen von der empfehlenswerten Selbstuntersuchung haben Frauen ab dem 20. Lebensjahr in Deutschland einmal jährlich die Möglichkeit, kostenlos eine ärztliche Untersuchung zur Erkennung von Krebskrankheiten durchführen zu lassen. Bei Frauen zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr sollte einmal jährlich eine Mammographie durchgeführt werden. Danach gelten dreijährige Intervalle als ausreichend. Risikopatientinnen (häufige Krebserkrankungen in der Familie, proliferative Mastopathie usw.) sollten bereits ab dem 30. bis zum 60. Lebensjahr alle drei Jahre eine Mammographie durchführen lassen. Danach nimmt das Risiko ab.

Bereits seit längerer Zeit wurde angesichts gelegentlicher familiärer Erkrankungshäufigkeiten eine genetische Ursache der Tumorentstehung vermutet. In jüngster Zeit konnten drei Tumorgene BRCA-1,2 und 3 gefunden werden. Dabei ist BRCA die Abkürzung für Breast Cancer. Träger der Mutation in BRCA-1 haben ein um 85% erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Es sei erwähnt, dass bei Männern mit diesem Gendefekt, das Risiko an einem Prostakarzinom zu erkranken dreifach und an einem Darmkrebs zu erkranken vierfach erhöht ist. Die Mutation von BRCA-2 ist ebenfalls mit einem um 85% erhöhten Risiko einer Brustkrebsentstehung verbunden. Die Risikoerhöhung von BRCA-3 ist noch nicht ausreichend erforscht.

Da der Gentest aufwendig und teuer ist, werden nur bestimmte Patientinnen nach eingehender Untersuchung und Beratung getestet. Es wurden daher für diesen Test bestimmte Kriterien festgelegt:

zwei Frauen einer Familie mit einem Mamma- oder Ovarial-Karzinom, von denen mindestens eine vor dem 50. Lebensjahr erkrankt ist
eine Verwandte ersten Grades mit einseitigem Mamma-Karzinom vor dem 30. Lebensjahr
eine Verwandte ersten Grades mit beidseitigem Mamma-Karzinom vor dem 40. Lebensjahr
eine Verwandte ersten Grades mit Ovarial-Karzinom vor dem 40. Lebensjahr
ein männlicher Verwandter mit Mamma-Karzinom

Da bisher jedoch keine spezifische Behandlungsmöglichkeit für Träger derartiger Mutationen besteht, beschränken sich die Maßnahmen auf eine monatliche Selbstuntersuchung und eine halbjährliche Vorsorgeuntersuchung ab dem 25. Lebensjahr.

Die meisten Tumoren entstehen jedoch durch spontane Mutationen und selbst beim Vorliegen der oben genannten Kriterien kann nur bei 15% dieser Personen die BRCA-1 Genmutation nachgewiesen werden. Ein negatives Testergebnis schließt außerdem nicht aus, dass möglicherweise noch weitere mutierte Genorte, die bisher noch nicht identifiziert wurden, vorliegen und von Bedeutung für die Tumorentstehung sind. Eine abschließende Bewertung eines Gentests steht deshalb noch aus

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