Prostatakrebs:
Was ist Prostatakrebs?
Prostatakrebs ist eine Entartung von Zellen in der Vorsteherdrüse des Mannes. Nach Lungen- und Dickdarmkrebs ist das Prostatakarzinom die dritthäufigste Krebserkrankung beim Mann. Prostatakrebs ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters, weniger als zehn Prozent der Betroffenen sind jünger als 60 Jahre. Im frühen Stadium bereitet der Tumor meistens keine Beschwerden. Da sich die Symptome häufig erst im fortgeschrittenen Stadium zeigen, wird der Prostatakrebs oft erst spät erkannt. Schmerzen oder Blutbeimengungen im Urin sind keine Frühsymptome, sondern ein Zeichen dafür, dass der Tumor die Grenzen der Prostata bereits überschritten hat.
Allgemeine und einleitende Informationen zu Prostatakrebs, also zu Prävention, Diagnose und Behandlung finden Sie in der Broschüre der Deutschen Krebshilfe. Für die Erklärung von Fachbegriffen können Sie das Roche Lexikon Medizin online benutzen.
Welche Arten von Prostatakrebs gibt es?
Gerade bei älteren Männern sind gutartige Wucherungen im Innern der Prostata häufig. Diese gutartigen Wucherungen werden Prostataadenom genannt. Im Gegensatz dazu entstehen bösartige Tumoren, also Prostatakrebs, in der Regel im äußeren Bereich der Vorsteherdrüse. Bei Ihrer Informationssuche sollten Sie daher unbedingt auch die genaue Bezeichnung der Krebsart kennen. Schließlich unterscheiden sich die einzelnen Formen in Krankheitsverlauf, Behandlungsaussichten etc. zum Teil . Daher ist es angebracht, vor einer Suche nach weiterführenden Informationen, Ihren Arzt nach der genauen Bezeichnung zu befragen!
Eine kurze Einleitung zum Prostatakrebs finden Sie auf den Seiten des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg oder der Universität Bonn. Die ausführlichsten Informationen zum Prostatakrebs finden Sie im Manual des Tumorzentrums München, das für Ärzte ausführliche Anweisungen hinsichtlich Diagnose, Behandlung, Behandlungsaussichten und Nachsorge gibt.
Diagnose und Therapie von Prostatakrebs
In Abhängigkeit vom Stadium der Erkrankung stehen mehrere Möglichkeiten zur Behandlung von Prostatakrebs zur Verfügung: Operation, Bestrahlung, Chemotherapie und Hormontherapie
Bei einer Operation wird die Prostata mitsamt den Samenbläschen vollständig entfernt. Diese Behandlungsform hat in der Regel langfristig die größte Aussicht auf Erfolg. Bedingung dafür ist allerdings, daß der Tumor in einem (Wachstums-)Stadium diagnostiziert wird, in dem er noch auf die Prostata begrenzt ist und noch keine Metastasen in den benachbarten Lymphknoten gebildet hat. Nach Operation tritt mit hoher Wahrscheinlichkeit Impotenz auf. Die Wahrscheinlichkeit von Impotenz bei radikaler Prostatektomie ist bei nicht nervschonender Operation nahezu 100%. Selbst bei nervschonender OP, die nur bei einem selektierten Patientenkreis vorgenommen werden kann, muss man mit einer Wahrscheinlichkeit von Impotenz (erektiler Dysfunktion) in der gleichen Größenordnung wie bei Bestrahlung rechnen.
Die Strahlentherapie wird jenen Patienten empfohlen, die eine Operation ablehnen oder für die eine Operation ein zu hohes Risiko darstellt. Grundsätzlich besteht hier die Alternative zwischen einer Hochvoltbestrahlung von außen oder der Einpflanzung radioaktiver Stoffe in die Geschwulst selbst. Mögliche Folge einer Strahlentherapie ist Impotenz.
Eine Hormontherapie wird dann notwendig, wenn der Tumor bereits Metastasen gebildet hat. Das Wachstum vieler Prostatakarzinome wird vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron positiv beeinflusst. Mit der Hormontherapie versucht man, diese Hormonwirkung auszuschalten: entweder durch die Entfernung der Hoden, die dann kein Testosteron mehr produzieren, oder die Gabe von Medikamenten, die die Wirkung des Testosterons hemmen. Manchmal ist auch eine Kombination von beidem sinnvoll. Bei vielen Betroffenen kann das Tumorwachstum mit einer Hormontherapie noch für Jahre aufgehalten werden. Irgendwann jedoch kommt der Zeitpunkt, an dem der Tumor auch trotz Hormontherapie weiter wächst. Und auf jeden Fall führt die Hormontherapie dazu, dass das sexuelle Verlangen nachlässt.
Die Chemotherapie kommt dann zum Einsatz, wenn die Hormontherapie versagt. Die Prognose ist abhängig vom Stadium der Erkrankung und vom Allgemeinzustand des Patienten
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