Rauchen:
Rauchen und Rauchentwöhnung
Aus dem Tabakrauch werden durch Inhalation ca. 4000 Schadstoffe aufgenommen. Dementsprechend ist Rauchen ein wichtiger Morbiditätsfaktor.
Die daraus resultierende ökonomische Belastung ist enorm (Tabelle; Daten aus dem Jahre 1991).
Schadensursache
Schadenssumme in DM
- Verlust durch Krankheitshäufigkeit 23.500.000.000
- Verlust durch erhöhte Sterblichkeit 12.500.000.000
- Verlust durch Invalidität 45.000.000.000
- insgesamt 81.000.000.000
- Resultierende Steuerfehleinnahmen 20.500.000.000
- Steuereinnahmen durch Tabaksteuer 19.600.000.000
- Die wichtigsten Organe bzw. Organsysteme, die durch das Rauchen belastet werden sind :
Herz- und Gefäßsystem (mögliche Folgen: Myokardinfarkt, Apoplex,
periphere Durchblutungsstörungen der Extremitäten mit Konsequenzen bis hin zur Amputation) Respirationstrakt: Larynx- und Lungen-Karzinom; COPD; gehäufte Atemwegsinfekte; Steigerung einer bronchialen Hyperreaktivität; Verschlechterung der Lungenfunktion
Väterliches Rauchen ist auch im Hinblick auf einen evtl. Kinderwunsch und gesundheitliche Beeinträchtigung der Kinder als bedenklich anzusehen.
- Rauchen reduziert die Zahl der lebensfähigen Spermien signifikant
- Es erhöht das Fehlgeburtsrisiko um 50 %
- Bei väterlichem Rauchen erhöht sich das Krebsrisiko der Kinder um 50 %
Rauchende Mütter tragen eine besondere Verantwortung, weil das Rauchen auch für denEmbryo / Feten besondere Risiken birgt:
- eine erhöhte Missbildungsrate (bes. der Extremitäten)
- reduziertes Geburtsgewicht
- 7-fach erhöhtes Risiko für SIDS
- 30 % höheres Asthma-Risiko
- erhöhtes Risiko für Konzentrationsschwäche, Hyperaktivität, Koordinationsstörungen
- verringerte Intelligenz in Abhängigkeit von der Rauchmenge
Die Auswirkungen elterlichen Rauchens nach der Schwangerschaft auf Säuglinge und Kinder
sind ebenfalls Besorgnis erregend:
- vermehrt Atemwegserkranungen wie Asthma, Krupp, Tonsillitis, Otitis, Infekte insgesamt
- erhöhtes Risiko für SIDS
- erhöhtes Risiko für M. Perthes
- vermehrt Leberfunktionsstörungen
- vermehrt Fertilitätsstörungen
Entwöhnung vom Rauchen
Die Entwöhnung vom Rauchen hat zahlreiche positive Folgeerscheinungen (Tabelle). Auch die Lungenfunktion bessert sich in Abhängigkeit von der Dauer des Rauchens und den Rauchgewohnheiten.
- Vorteile der Raucherentwöhnung
- Atemwegsinfekte Verringerung der Anzahl pro Jahr
- Myokarinfarkt (Herzinfarkt) Verringerung des Risikos innerhalb von 1 - 2 Jahren auf das eines NIchtrauchers
- Apoplex (Schlaganfall) Verringerung des Risikos innerhalb von 1 - 3 Jahren auf das eines NIchtrauchers
- Verschlechterung der Lungenfunktion Verringerung des Risikos auf das Ausgangsniveau nach 10 Jahren
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) geringeres Risiko des Fortschreitens der Erkrankung
- Durchblutung der Lunge Verbesserung innerhalb weniger Wochen
- Krebsrisiko Verringerung: nach 10 bis 15 Jahren Annäherung des Risikos an das eines Nichtrauchers
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