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Akne:

Durch eine übermäßige Talgproduktion, gekoppelt mit einer Verhornungsstörung, verstopfen bei Akne die Talgdrüsenöffnungen, und es entstehen die sog. Mitesser (Komedonen). Diese können sich durch Bakterien entzünden, es bilden sich Pickel. Man unterscheidet zwischen offenen Mitessern (schwarzes Köpfchen), geschlossenen Mitessern (weißliche Knötchen) und Aknepusteln oder -pickeln (entzündete Mitesser). Außerdem trennt man zwischen der leichten, oberflächlichen Akne und der schwereren, tiefen Akne mit tief unter der Haut liegenden entzündeten Knoten. Die tiefe Akne führt oft zu Narbenbildung, während die oberflächliche Akne nur durch falsche Behandlung ("Herumdrücken") zu Narben führt. Sehr oft entsteht die Akne während der Pubertät und heilt danach auch ohne Behandlung wieder ab; es gibt jedoch auch 25-30jährige Aknepatienten. Betroffen sind meist Gesicht, Brust, Rücken und Schultern, manchmal auch nur einzelne dieser Bereiche.

Häufige Ursachen

Hormonumstellung während der Pubertät, manchmal auch während der Periode oder während der Schwangerschaft.
Bakterielle Infektion der Mitesser.
Ungeeignete, zu stark fetthaltige, komedogene Kosmetik (Kosmetik, die die Haut zur Bildung von Mitessern reizt).
Bestimmte Arzneimittel oder Chemikalien (z.B. Chlor).
Ob die Ernährung eine Rolle spielt, ist umstritten.

Was Sie tun können

  • Zweimal täglich die Haut mit einer aknegeeigneten, mild desinfizierenden Seife oder Waschlotion waschen.
  • Nicht an der Haut herumdrücken, da sich dadurch die Entzündung nur verschlimmert. Mitesser können mit Heißwasserkompressen aufgeweicht und anschließend vorsichtig mit einem Komedonenquetscher geöffnet werden.
  • Sonnenlicht kann die Akne lindern.
  • Spezielle Akne-Kosmetik verwenden.
  • Auftragen von antiseptischen oder austrocknenden Cremes oder Gelen, z.B. mit Benzoylperoxid.
  • Bei entzündeter Haut beruhigende Kompressen oder Masken auflegen (Kamille, Heilerde).

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Wenn Sie mit Ihrem Behandlungserfolg nicht zufrieden sind.
  • Wenn die Akne hormonell bedingt zu sein scheint.
  • Bei starken Entzündungen und Vereiterungen.

Was Ihr Arzt tun kann

  • Verordnung von stark schälend wirkenden Salben.
  • Verordnung eines Antibiotikums, von Hormonpräparaten (z.B. Anti-Baby-Pille) oder Vitamin-A-Säure-Tabletten.

Autoren:
Christiane von der Eltz, Apothekerin
Dr. Regina Schick, Ärztin
Quelle:
meine-gesundheit.de