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bechterew -krankheit :

Die Krankheit - Das Krankheitsbild

Morbus Bechterew gibt es, seit es Menschen gibt.
Im 15. Jahrhundert wurde die Krankheit erstmals beschrieben. Wissenschaftlich genauer erforscht wurde sie 1893 vom russischen Neurologen Wladimir Bechterew. Nach ihm wurde die Krankheit dann auch benannt.

Morbus Bechterew (MB) oder wissenschaftlich lat. "Spondylitis ankylosans" ist eine schmerzhafte, chronisch rheumatisch entzündliche Erkrankung, die sich vor allem an der Wirbelsäule und den Gelenken mit einer ausgeprägten Neigung zu deren Versteifung manifestiert.

Im Bereich der Wirbelgelenke, der Gelenke zwischen Wirbeln und Rippen sowie zwischen Kreuz- und Darmbein (Iliosakralgelenk) werden Entzündungen hervorgerufen. Diese entstehen durch Verknöcherung des Bandapparates und der, im fortgeschrittenen Stadium, knöchernen Verbindung der die kleinen Wirbel verbindenden Gelenke, was schließlich zu partieller oder im Endstadium auch vollständiger Versteifung in oft mehr oder weniger nach vorne gebeugter Haltung (Kyphose) und auch zur Brustkorbstarre mit Beeinträchtigung der Atmung führen kann.

Die Krankheit verläuft meist in Schüben und ganz individuell. Phasen hoher Krankheitsaktivität (starke Schmerzen, Abgeschlagenheit, Demotivation und auch Fieber) wechseln mit solchen relativen Wohlbefindens.

Welche Probleme hat ein Bechterew-Patient?

Eine statistische Erhebung unter Bechterew-Patienten hat ergeben, dass viele neben den körperlichen Beschwerden auch psychische Probleme haben, teilweise sogar seelische Not leiden.

28 % klagen über große Probleme am Arbeitsplatz,
25 % haben Probleme im privaten und gesellschaftlichen Leben,
39 % gestehen, dass es Schwierigkeiten in der eigenen Familie gibt,
60 % - also über zwei Drittel
– hadern mit sich selbst, über das Nachlassen der eigenen Kräfte, über äußere Erscheinung, über Kontaktverluste und nachlassende Lebensfreude.

Es ist heute in der medizinischen Wissenschaft unbestritten, dass neben der Schmerzlinderung die aktive Erhaltung der Beweglichkeit das Kernstück der modernen Bechterew-Therapie darstellt.

Zusätzlich spielt jedoch die Erhaltung oder Wiedergewinnung des seelischen Gleichgewichtes eine ebenso große Rolle. Wir möchten daher mit unserer Arbeit ihr Interesse wecken, Anregungen geben, Hilfen bieten und neue Kräfte mobilisieren

Wie lange dauert diese Krankheit?

Sie beginnt meistens im zweiten bis dritten Lebensjahrzehnt und dauert mitunter ein Leben lang.

Ein Stillstand ist aber in jedem Stadium möglich.

Was kann man dagegen tun?

Entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente, Vermeidung von extremen Belastungen, körperliche Überlastung, Stress, Kälte- und Feuchtigkeitsexpositionen, Sportarten, durch welche der Körper einseitig belastet und starken Stößen ausgesetzt ist, etc.
Schulung des Kontakts zum eigenen Körper durch Selbsterfahrung und Lösen von Verspannungen.

www.bechterew.at